Platinen statt Playstation im BOZ Melle

In der ersten Ferienwoche an einem Bildungscamp im BOZ Melle teilnehmen? Klingt erst einmal nicht nach dem Traum eines jeden Jugendlichen. Wenn es dabei aber um Lötkolben, 3D-Druck, Programmiercodes und Roboter geht, sieht die Sache schon ganz anders aus!

In der ersten Ferienwoche haben wir uns im BOZ Melle getroffen, um gemeinsam tief in die Welt der Robotik einzutauchen. Neun begeisterte Nachwuchstüftler*innen waren am Start und was die Kids in den vier Tagen auf die Beine gestellt haben, war einfach genial.

Technik muss man anfassen können!

In der Technikwerkstatt 4.0 steht fest: Technik darf keine graue Theorie bleiben, sie muss greifbar sein! Anstatt vorgefertigte Aufgaben nach Schema F abzuarbeiten, haben die Jugendlichen ihren Roboter – den „Flowbot-DIY“ von der kleinsten Schraube bis zur letzten Platine komplett selbst zusammengebaut und programmiert.

Schritt für Schritt entstand aus vielen Einzelteilen ein fahrbares und intelligentes Gerät:

  • Mechanik & Elektronik: Es wurde gelötet, verkabelt und zusammengeschraubt.

  • 3D-Druck hautnah: Neben der Elektronik war auch räumliches Denken gefragt. Am Bildschirm wurden Bauteile konstruiert und anschließend im 3D-Drucker Schicht für Schicht aufgebaut.

  • Code – Der Flowbot erwacht zum Leben: Was nützt die beste Hardware ohne Grips? Über eigene Programmiercodes lernten die Roboter, einer Linie auf dem Boden zu folgen und Hindernissen eigenständig auszuweichen. Auch LEDs und Sound durften natürlich nicht fehlen!

Ein Kind präsentiert seinen selbst gebauten und programmieren Roboter.

Teamwork, Fehlersuche und echte Erfolgserlebnisse

Es lief wie am Schnürchen? Nicht immer und das ist auch gut so! Denn neben dem Fachwissen stand vor allem eines im Vordergrund: Teamarbeit und die gemeinsame Fehlersuche. Wenn der Code mal nicht auf Anhieb klappte oder ein Bauteil zickte, haben die Kids und ich gemeinsam geknobelt, bis der Fehler gefunden war.

Umso größer war der Stolz, als am Ende der vier Tage die fertigen, selbst programmierten Roboter durch den Raum flitzten. Genau diese Aha-Momente und das Strahlen in den Augen machen solche Workshops für uns so besonders.

Ein großes Dankeschön!

Ein großes Dankeschön geht an das fantastische Team vor Ort: Sandra Kübler, Raphael Schulz und Laura Bunkenburg vom BOZ Melle sowie den ehrenamtlichen Unterstützer Christian Stüker. Der Flowbot rollt und wir freuen uns schon auf die nächsten Projekte!